Mehr zu mir

Mehr zu mir

1. Nachdem ich in den Jahren zuvor eher im technisch-gestalterischen Bereich tätig war, eröffnete mir die Physiotherapie einen völlig neuen Blick auf meinen Körper. Die alltägliche Funktion und Selbstverständlichkeit wich einem tiefen Respekt und einer Dankbarkeit für ein natürliches Wunderwerk, welches ich jeden Tag wieder neu in und an mir erleben konnte. – zurück

2. Neben der Arbeit mit geistig- und körperlich gehandicapten Erwachsenen oder auch im Wachkoma- und Demenzbereich, haben mich Patientinnen und Patienten mit einer Tumorsymptomatik und die damit teilweise verbundene Verlegung in ein Hospiz besonders stark beeinflusst. Es hat mich oft sehr berührt, wie mutig und besonnen das Thema Tod von vielen dieser Menschen gehandhabt wurde. Für mich war dies oft auch ein zusätzlicher Lebensantrieb und hat mich die eine oder andere depressive Phase besser überstehen lassen. – zurück

3. Das Studium, welches als Voraussetzung für meine Lehrtätigkeit gedacht war, eröffnete mir neue Aspekte in Bezug auf meine Körpersicht. Neben der bisher beruflich bedingten hauptsächlich Somatischen, kamen jetzt auch geistig-philosophische, psychologische und emotionale Bezüge dazu. Themen wie Schmerz, Leiden oder Sterben erhielten durch diese neuen Sichtweisen eine andere oder teilweise auch völlig neue Bedeutung für mich. – zurück

4. Dieses Studium führte mich zwar auf den Weg zur geplanten Lehrtätigkeit, doch zum einen musste ich nach nach fünf Semestern feststellen, dass ich nur das vermitteln kann, was ich auch selbst Vertrete. Dabei war mir die rein körperlich-funktionale bzw. medizinische Sicht zu eindimensional. Zum anderen musste ich erkennen, dass eine pädagogische Wissensvermittlung nicht meinem Wesen entsprach und ich lieber im direkten Austausch mit Menschen arbeiten möchte. Dennoch konnte ich das Studium gut dazu nutzen, mir fundierte Kenntnisse und Grundlagen im psychologischen Bereich anzueignen. – zurück

 

Stein

 

5. Grund der Therapie war der plötzliche Tod einer meiner Patienten, der mich sehr an meinen 1987 verunglückten Vater erinnerte und mit welchem mich ein schon fast freundschaftliches Verhältnis verband. Ich denke der frühe Tod meines Vaters trug sehr stark dazu bei, dass ich mich in einer dauerhaft leicht depressiven Stimmung (Dysthemie) befand. Es ist wohl meinem damaligen Therapeuten zu verdanken, dass mein Leben seither vom eher schwarz/weißen in den farbigen Zustand gewechselt ist. Seitdem empfinde ich auch eine tiefe Verbundenheit mit meiner Person und meiner Existenz im Hier und Jetzt. – zurück

6. Ausbildung und Tätigkeit gaben mir Gelegenheit mich im Bereich der telefonischen Beratung mit mir selbst teilweise unbesetzten Themenfeldern wie Missbrauch oder Sucht auseinander zu setzten und neue Erfahrungen zu sammeln. Ich musste aber auch feststellen, dass mir die Arbeit mit Menschen im direkten räumlichen Kontakt und Austausch mehr vertraut ist. – zurück

7. Hier kann ich zum Teil gut sehen, wie eng körperliche-, psychische und seelische Traumata miteinander verwoben sind und wie stark sich das bisherige Leben durch solche unfallbedingten Ereignisse verändern kann. Hier kommt mir auch meine ganzheitliche Sichtweise zu gute und so versuche ich bereits im Erstkontakt eine emphatische Brücke zu den Patientinnen und Patienten zu bauen. – zurück

8. Dieser Wissenszuwachs war mir außerordentlich wichtig um psychische Diagnosen und Krankheitsbilder besser beurteilen und deuten zu können. Besonders die Differentialdiagnosen waren von großer Bedeutung für mich, da meiner Meinung nach viele psychische Diagnosen vorschnell vorgenommen werden und dadurch für die Betroffenen ein zusätzlicher Leidensprozess entsteht. – zurück

9. Diese systemische Ausbildung, welche sich sehr an den kindlichen Entwicklungsstufen orientiert, gaben mir auf Grund der Selbsterfahrungen Aufschluss über eigene frühkindliche Kränkungen und Verluste und führten mich zu einer verstärkten Auseinandersetzung mit meiner Kernfamilie, wie meiner Mutter, meinem Bruder und meiner Kinder. Darüber hinaus entwickelte sich, vermutlich weil nun Vergangenes tatsächlich abgeschlossen war, eine Sichtweise welche noch stärker auf meine momentanen Empfindungen in der Begegnung mit anderen Personen ausgerichtet ist. – zurück

10. Hier wurde ein Traum für ich war. Jetzt konnte ich Menschen in „meinem“ Raum empfangen. Dieser Raum ist tatsächliche ein Ruhepol in meinem Leben und symbolisiert für mich dasein.
Ich denke, dass mein Wohlbefinden hier auch für meine Klientinnen und Klienten mit einem Wohlfühleffekt verbunden ist und somit für eine angenehme Arbeitsgrundlage sorgt. – zurück

11. Mit dieser weiteren systemischen Ausbildung möchte ich mein therapeutisches Arbeits- und Wissensfeld ausbauen um noch mehr Handwerkszeug für eine erfolgreiche Beratung oder Therapie zu bekommen. Nach meiner bisherigen Erfahrung gibt es sowieso nicht „die“ Therapie, sondern jeder Mensch benötigt seine besondere Art der Aufmerksamkeit und Zuwendung. – zurück